Technologie und Daten

Datenanalyst/-in

Studium oft erwartet In den meisten Ländern keine Zulassung nötig Auch bekannt als: Business-Intelligence-Analyst/-in · Reporting-Analyst/-in · Analytics-Spezialist/-in · Insight-Analyst/-in

Aktualisiert So nutzen wir Daten

Kurze Antwort

Datenanalyst/-innen sammeln, bereinigen und untersuchen Daten, um praktische Fragen zu beantworten, etwa welche Produkte sich am besten verkaufen oder wo ein Service versagt. Sie stellen ihre Ergebnisse in Berichten, Diagrammen und Dashboards dar. Viele haben ein Studium in einem Fach wie Mathematik, Wirtschaftswissenschaften, Betriebswirtschaft oder Informatik, aber Quereinsteiger gelangen oft über kurze Kurse, Ausbildungen und Training am Arbeitsplatz in den Beruf.

Was macht man als Datenanalyst/-in?

  • Daten aus Datenbanken, Tabellenkalkulationen, Umfragen und Geschäftssystemen zusammentragen.
  • Daten bereinigen und prüfen, damit Fehler und Lücken die Ergebnisse nicht verfälschen.
  • SQL-Abfragen schreiben und mit Tabellenkalkulationen oder Programmierung Daten auswerten.
  • Dashboards und Berichte bauen, die Führungskräfte ohne technische Hilfe nutzen können.
  • Trends, Probleme und Chancen erkennen und erklären, was sie bedeuten.
  • Fragen von Kolleginnen und Kollegen beantworten und Wege vorschlagen, Fortschritt zu messen.

Wo arbeitet man in diesem Beruf?

Datenanalyst/-innen arbeiten in fast jeder Branche, darunter Einzelhandel, Bankwesen, Versicherung, Gesundheitswesen, Marketing, Logistik, Telekommunikation, gemeinnützige Organisationen und Verwaltung. Manche arbeiten in einem zentralen Datenteam, andere in einer Abteilung wie Finanzen, Vertrieb oder Personalwesen. Auch Beratungen und Outsourcing-Firmen beschäftigen Analyst/-innen für Kundenprojekte. Die Arbeit findet größtenteils am Computer im Büro oder zu Hause statt, Hybridarbeit ist verbreitet.

Welche Fähigkeiten brauchst du?

  • SQL und relationale Datenbanken
  • Fortgeschrittene Tabellenkalkulation
  • Datenvisualisierung und Dashboard-Werkzeuge
  • Grundlegende Statistik
  • Python oder R für Auswertungen
  • Sorgfalt im Detail
  • Klares Schreiben und Präsentieren
  • Verständnis für geschäftliche Ziele

Offizielles Kompetenzprofil (ESCO)

Wesentliche Fertigkeiten, die ESCO – die mehrsprachige Klassifikation der Europäischen Kommission für Kompetenzen und Berufe – für diesen Beruf aufführt.

Wesentliche Kenntnisse: Informationskategorisierung · Resource-Description-Framework-Abfragesprache · visuelle Darstellungstechniken · Bewertung der Datenqualität · Informationsextraktion · Statistik · Business-Intelligence · Informationsstruktur

Wie wird man Datenanalyst/-in?

Ein Studium in Mathematik, Statistik, Wirtschaftswissenschaften, Informatik, Betriebswirtschaft oder einem anderen zahlenlastigen Fach ist ein üblicher Ausgangspunkt. Viele Arbeitgeber achten jedoch mehr auf Fähigkeiten als auf einen bestimmten Studienabschluss. Du solltest sicher mit Tabellenkalkulationen, SQL und mindestens einem Datenvisualisierungswerkzeug umgehen können und idealerweise etwas Python oder R kennen. Quereinsteiger kommen häufig aus Finanzen, Marketing, dem Operativen oder der Forschung, wo sie bereits mit Daten arbeiten. Ein kleines Portfolio aus Analyseprojekten mit öffentlichen Datensätzen hilft dir, deine Fähigkeiten zu zeigen, denn Vorstellungsgespräche umfassen oft einen praktischen Test.

  1. Studium. Ein Studium in Data Science, Mathematik, Statistik, Wirtschaftswissenschaften, Informatik oder Betriebswirtschaft vermittelt die zahlenbezogene und analytische Grundlage, die Arbeitgeber suchen. Traineeprogramme großer Unternehmen und des öffentlichen Dienstes rekrutieren Analyst/-innen oft aus einer breiten Fächerpalette, solange du starke Zahlenkompetenz nachweisen kannst.
  2. Ausbildung oder berufliche Bildung. In Ländern mit Ausbildungssystemen, etwa dem Vereinigten Königreich und Deutschland, kannst du zur Datenanalystin oder zum Datenanalysten ausgebildet werden, während du arbeitest und verdienst. Berufsschulen und Weiterbildungsanbieter in vielen anderen Ländern bieten ebenfalls Abschlüsse und Zertifikate in Datenanalyse mit praktischen Projekten an.
  3. Kurzkurse und interne Wechsel. Viele Analyst/-innen beginnen in einem anderen Job und wechseln über Onlinekurse in SQL, Statistik und Visualisierung in die Datenarbeit. Ein interner Wechsel ist oft leichter als eine externe Bewerbung, weil du die Daten der Organisation bereits kennst. Zertifikate allein garantieren selten eine Stelle, deshalb sind praktische Projekte wichtig.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

  • Data Science

    Im Data-Science-Studium lernst du, Daten zu erheben, zu bereinigen, zu analysieren und aus ihnen zu lernen.

    6 passende Berufe
  • Mathematik

    Ein Mathematikstudium schult anspruchsvolles logisches Denken und Problemlösen – in der reinen Mathematik, etwa Algebra und Analysis, und in angewandten Gebieten wie Statistik, Modellierung und Informatik.

    6 passende Berufe
  • Volkswirtschaftslehre

    Ein VWL-Studium untersucht, wie Menschen, Unternehmen und Staaten mit knappen Ressourcen Entscheidungen treffen und wie Märkte, Geld und Politik Arbeitsplätze, Preise und Wachstum beeinflussen.

    6 passende Berufe
  • Informatik

    Im Informatikstudium lernst du, wie Software, Daten und Computersysteme funktionieren – von Programmierung und Algorithmen bis zu Netzwerken und künstlicher Intelligenz.

    9 passende Berufe
  • Betriebswirtschaftslehre

    Im Studium der Betriebswirtschaftslehre lernst du, wie Organisationen geführt werden – von Strategie, Marketing und Finanzen bis zu Personalmanagement und betrieblichen Abläufen.

    6 passende Berufe

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Brauchst du eine Zulassung, um als Datenanalyst/-in zu arbeiten?

Datenanalyse ist kein reglementierter Beruf, du brauchst also keine Zulassung, um als Datenanalyst/-in zu arbeiten. Du musst Datenschutz- und Privatsphäregesetze einhalten, die sich zwischen Ländern unterscheiden, und manche Branchen wie Gesundheitswesen und Bankwesen haben zusätzliche Regeln zur Datennutzung. Zertifikate von Softwareanbietern und Berufsverbänden sind optional, können Einsteiger/-innen aber helfen, ihre Fähigkeiten zu zeigen.

Was verdient man als Datenanalyst/-in?

Das US Bureau of Labor Statistics veröffentlicht keine eigene Gehaltsschätzung, die genau zu diesem Beruf passt. Deshalb zeigen wir hier keine.

Verdienste der Berufsgruppe „Akademische Berufe“ weltweit

Die meisten Länder veröffentlichen keine Verdienste für einzelne Berufsbezeichnungen. Stattdessen erhebt die Internationale Arbeitsorganisation mediane Monatsverdienste für breite Berufsgruppen. Dieser Beruf gehört zur ISCO-08-Berufshauptgruppe 2 „Akademische Berufe“. Die Tabelle umfasst die gesamte Gruppe, zu der neben dem Beruf Datenanalyst/-in viele weitere Berufe gehören.

LandLandeswährung pro MonatKKP-$ pro Monatggü. allen BeschäftigtenJahr
Niederlande 6.217 € 8.102 +22 % 2025
Deutschland 5.315 € 7.389 +41 % 2022
Frankreich 5.314 € 7.255 +43 % 2025
Schweiz 7.600 CHF 7.133 +27 % 2025
Irland 6.252 € 6.917 +56 % 2025
Spanien 4.153 € 6.832 +57 % 2025
Vereinigte Staaten 6.673 $ 6.673 +49 % 2025
Italien 3.716 € 5.762 +19 % 2025
Schweden 4.398 € 5.491 +13 % 2025
Vereinigtes Königreich 3.501 £ 4.991 +29 % 2025
Türkei 60.000 TRY 3.381 +100 % 2025
Südafrika 17.000 ZAR 2.292 +209 % 2020
Brasilien 5.000 R$ 1.937 +127 % 2025
Indien 32.000 ₹ 1.613 +113 % 2025
Philippinen 30.417 PHP 1.466 +100 % 2024
Mexiko 14.745 MX$ 1.304 +68 % 2025
Ägypten 5.000 EGP 719 +10 % 2024
Indonesien 2.759.817 IDR 537 +23 % 2023
Pakistan 34.640 PKR 530 +34 % 2025
Nigeria 50.000 NGN 188 0 % 2024

Quelle: ILOSTAT, medianer Monatsverdienst von Beschäftigten, neuestes verfügbares Jahr. KKP-$ gleichen Preisunterschiede zwischen Ländern aus, damit sich die Zahlen vergleichen lassen. „ggü. allen Beschäftigten“ vergleicht den Median der Gruppe mit dem Median aller Berufe im selben Land.

Aufstiegsmöglichkeiten

  1. Junior- oder Trainee-Datenanalyst/-in
  2. Datenanalyst/-in
  3. Senior-Datenanalyst/-in
  4. Lead-Analyst/-in oder Analytics Manager
  5. Leitung Analytics oder Data Scientist

Berufsaussichten

Organisationen in jeder Branche verlassen sich auf Daten, um ihre Arbeit zu planen und zu messen, was die Nachfrage nach Analyst/-innen breit hält. KI-Werkzeuge können inzwischen Abfragen schreiben, Daten zusammenfassen und einfache Diagramme bauen, deshalb dürfte Routine-Reporting weniger Personal brauchen. Analyst/-innen, die das Geschäft verstehen, gute Fragen stellen, Ergebnisse kritisch prüfen und klar erklären, dürften wertvoll bleiben. Viele nutzen die Rolle als Sprungbrett in Data Science, Data Engineering oder Management.

Fragen zum Beruf Datenanalyst/-in

Kann ich ohne Studium Datenanalyst/-in werden?

In vielen Ländern ja. Arbeitgebern sind oft praktische Fähigkeiten in SQL, Tabellenkalkulation und Visualisierung wichtiger als ein bestimmter Studienabschluss, und manche bieten Ausbildungen an. Viele Stellenanzeigen verlangen jedoch weiterhin ein Studium, weshalb du ohne Abschluss meist ein starkes Portfolio, relevante Berufserfahrung oder einen internen Wechsel brauchst.

Welche Fähigkeiten braucht man als Datenanalyst/-in?

Die zentralen Fähigkeiten sind SQL, fortgeschrittene Tabellenkalkulation, ein Datenvisualisierungswerkzeug und grundlegende Statistik, und Python oder R werden zunehmend erwartet. Genauso wichtig sind Sorgfalt im Detail, Neugier und die Fähigkeit, deine Ergebnisse Menschen ohne Datenhintergrund zu erklären.

Ist Datenanalyse ein guter Beruf für Quereinsteiger?

Es ist einer der zugänglicheren Wege in die Technologiebranche. Die grundlegenden Werkzeuge lassen sich in Monaten lernen, und viele Stellen schätzen Branchenwissen etwa im Finanz-, Gesundheits- oder Einzelhandelssektor. Der Wettbewerb um Einstiegsstellen kann stark sein, deshalb ist es meist am besten, neue Datenkompetenzen mit deiner bestehenden Branchenerfahrung zu verbinden.

Werden Datenanalyst/-innen durch KI ersetzt?

KI-Werkzeuge automatisieren bereits Teile der Arbeit, etwa das Schreiben von Abfragen und die Erstellung von Standardberichten. Sie machen weiterhin Fehler und können nicht beurteilen, welche Fragen für ein Geschäft wichtig sind. Analyst/-innen, die Probleme einordnen, die Datenqualität prüfen und Ergebnisse in Entscheidungen übersetzen können, dürften weiter gefragt sein, aber die Einstiegsarbeit verändert sich.

  • Data Scientist

    Data Scientists nutzen Statistik, Programmierung und maschinelles Lernen, um Muster in Daten zu finden und Organisationen bei Entscheidungen oder beim Aufbau datengetriebener Produkte zu helfen.

    Studium meist nötig
  • Business Analyst/-in

    Business Analysts helfen Organisationen, ihre Arbeitsweise zu verbessern.

    Studium oft erwartet
  • Statistiker/-in

    Statistiker/-innen sammeln, analysieren und interpretieren Daten, um Fragen zu beantworten und Entscheidungen zu unterstützen.

    Studium erforderlich
  • Finanzanalyst/-in

    Finanzanalyst/-innen untersuchen Finanzdaten, Märkte und Unternehmensleistung, um Unternehmen und Anleger/-innen bei finanziellen Entscheidungen zu helfen.

    Studium meist nötig

Quellen

  1. ILOSTAT – Medianer Monatsverdienst von Beschäftigten nach Beruf — ISCO-08-Berufshauptgruppen, neuestes Jahr je Land
  2. Europäische Kommission – ESCO-Berufsprofil — ESCO-Code 2511.2

So zitierst du diese Seite: CourseToJob (2026). Wie wird man Datenanalyst/-in? Studium, Fähigkeiten und Gehalt. https://coursetojob.com/de/careers/data-analyst/ (abgerufen am 26. September 2026)

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